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Still-Ende nach 3 Jahren

 

Ich möchte euch nur einen kurzen Bericht geben, ihr seht mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das Ende unserer Stillzeit ging letztendlich von mir aus, nach reiflicher Überlegung und auch nicht von jetzt auf nachher. Gestillt haben wir noch morgens und abends. Als erstes war der Abend dran. Meine Süße ist beim abendlichen Stillen eigentlich immer eingeschlafen, zumal sie seit ihrem 2. Geburtstag mittags nicht mehr geschlafen hat und dann entsprechend müde war. Das war ja auch klasse so, aber dann war sie nach dem Stillen wieder voll mit Energie geladen und an schlafen war nicht zu denken, es wurde immer später und entsprechend stressig für alle. Ich habe dann unser Schlafritual umgestellt und habe sie nach dem Bad in ihr Bett gelegt mich davor gekniet und ihr eine Geschichte erzählt, dann gab's das gewohnte Singen und restliche Gutenachtgesage. Siehe da - sie hat es ohne Murren so akzeptiert und auch schön geschlafen, da war sie 32 Monate. Ist bis heute auch so geblieben. Na ja und dann rückte mit 3 Jahren ja der Kindergarten näher, ich machte mir schon lange Gedanken wie das mit dem morgendlichen Aufstehen so klappt, bislang haben wir morgens länger geschlafen und sind dann durch das Stillen natürlich nicht gleich raus gekommen. Jedes Mal wenn ich etwas früher nach dem Stillen aufstehen wollte, gab es ein riesen Geschrei und die Laune danach war miserabel. Es hielt dann auch eine ganze Weile an. War mir auch klar ihr Lieblingsmorgenstillen wurde verkürzt, da wäre ich auch sauer. Aber so konnte es einfach nicht weitergehen und ich war auch nicht mehr dazu bereit. Ich habe den Versuch gemacht mich rauszuschleichen und sie abzulenken, hat eigentlich auch gut geklappt, viel reden, dann haben wir ihr erklärt, Mamas Brust (sie sagt Schnuckis) sei kaputt. Sie hat es gut verkraftet, besser als ich gedacht habe und auch die morgendliche Laune war viel besser. Ich habe mir die größten Sorgen gemacht wie es wohl gehen würde, aber siehe da...... Das sind nun 4 Wochen her, letztes Wochenende hat sie es versucht, es kam aber keine Milch und da meinte sie jetzt ist alles leer. Ich habe ihr dann gesagt, dass sie als "Baby" alles ausgetrunken hätte und nun als "Große" (die sie immer sein will) lieber mit der Mama schmust. Nun ja, da war dann noch mal ein großes Gespräch fällig, in den Kiga kamen wir zu spät, aber was soll's. Alles in allem glaube ich, dass wir es gut gemacht haben und ein Kind mit gut 3 Jahren oft dazu bereit ist, Erklärungen anzunehmen. Wenn ich sehe wie offen mein Kind im Spiel auch mit dem Thema Stillen etc., mit allem umgeht, war es richtig so lange zu stillen und ich kann nur jeder Mutter dazu raten. Wir haben es nie an die große Glocke gehängt, mancher wusste gar nicht, dass wir noch stillen, deshalb gab es auch keine Probleme. Ich würde es das nächste Mal nicht anders machen.

Grüße an alle Stillenden, habt Mut durchzuhalten, es lohnt sich!

 

Eva und Saskia