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Muttermilch als Medizin gegen Heuschnupfen und andere Krankheiten

 

Hallo liebe Stillmamis,
besonders diejenigen, welche an einem chronischen Husten oder einer Allergie leiden,

ich möchte euch eine alternative Möglichkeit nennen, den Heuschnupfen und auch andere (chronische) Krankheiten zu lindern oder sogar zu heilen. Sie erfordert Mut, vielleicht etwas Selbstüberwindung und viel Selbstvertrauen.

Ich litt seit vielen Jahren an einer schweren Allergie gegen Hasel- und Birkenpollen. Es begann meist schon im Oktober/November und ging bis Mai. Zu dem Schnupfen, Augen und Rachenjucken kam auch ein starker, trockener Reizhusten, der manchmal so stark war, dass ich mich davon übergeben musste. Oft bekam ich auch von diesen Kontraktionen sogar Muskelkater in den Bauchmuskeln. Er blieb auch die gesamte Schwangerschaft hindurch unvermindert und ging auch nach der Geburt meines Sohnes Linus weiter.

Als Linus geboren wurde war gerade November und ich hatte natürlich die Triefnase und den Husten. Beim Stillen musste ich immer eine Tasse heißen Tee oder warmes Wasser dabei haben, damit ich damit den Husten etwas lindern konnte, weil ich Linus sonst dadurch von der Brust geschüttelt hätte. Auch nachts wenn ein Hustenanfall kam, musste ich aufstehen und in ein anderes Zimmer gehen, damit ich Linus nicht weckte.

Ich stillte Linus voll und hatte sehr viel Milch, die beim Stillen einfach aus der jeweils anderen Brust herausspritzte. Ich fing diese Milch mit einer Milchauffangschale auf und bewahrte sie im Gefrierschrank auf. Eines Tages waren wir bei meinen Schwiegereltern zu Besuch und ich stillte Linus. Natürlich musste ich meine Milch irgendwie auffangen, da sonst mein T-Shirt ganz nass geworden wäre. Da stand ich dann mit der vollen Auffangschale in der Hand. Wohin damit? In einem unbeobachteten Moment trank ich die Milch einfach aus und hatte das Problem gelöst. Sie schmeckte sehr gut, sehr mild, warm und ein klein wenig süß. Das erste Mal war ganz komisch, ich musste mich schon ein wenig selbst überwinden. Da ich die Milch aber nicht wegschütten mochte, dafür war sie mir nämlich zu schade, dachte ich, das ist die beste Möglichkeit. Bei der nächsten Stillmalzeit zu Hause trank ich die Milch wieder aus. Ich fand es nämlich so viel einfacher als mit der Schale in die Küche zu gehen und die Milch in den Einswürfelbehälter zu schütten usw. Nach einigen Malzeiten ging es ganz leicht und runter wie Öl. Ich kam so auf ca. 100-200 ml (also 1 Wasserglas voll) meiner eigenen Milch pro Tag in den ersten 5-6 Monaten.

Irgendwann, nachdem ich die Milch einige Wochen getrunken hatte, fiel mir auf, dass der Husten weniger wurde bis er ganz verschwand. Auch die Triefnase und das Augenjucken war weg. Ich fragte meine Hebamme und sie meinte, es hänge mit Sicherheit mit der Milch zusammen. Ich habe inzwischen auch gelesen, dass sogar Leukämie bei Erwachsenen mit Muttermilch behandelt wird (Artikel von Elizabeth Hormann unter
http://www.rabeneltern.org/stillen/wissenswertes/hormann1.shtml).

Wir haben inzwischen April und ich müsste mich jetzt eigentlich furchtbar mit dem Husten quälen. Aber dieser Winter ist der erste seit ca. 15 Jahren, wo ich nicht mehr husten muss! Wenn mein Körper geschwächt ist, fühle ich noch ganz leicht das Augenjucken, aber ich fange dann wieder ein wenig Milch auf und trinke sie, gebe einen Tropfen in die Augenwinkel und es wird besser. Mein Mann, der auch allergisch ist, aber nicht so stark wie ich, klagt nach wie vor über Triefaugen und -nase, Kratzen im Hals und die ganzen anderen Symptome. Daher weiß ich, dass die Pollen da sind.

Die Milchauffangschale könnt ihr in der Apotheke kaufen (Von Medela, NUK oder Avent). Ich steckte sie am Anfang während der Stillmahlzeiten in den Still-BH, so hatte ich den Arm frei um Linus festzuhalten. Wenn ihr also unter Heuschnupfen oder einem anderen Husten leidet, stillt und genügend Milch habt, möchte ich euch raten, den Versuch zu wagen. SCHADEN kann es nämlich nicht. Ihr könnt eure Milchproduktion auch erhöhen, wenn ihr euer Baby einfach öfter anlegt und es trinken und nuckeln lasst, solange es möchte. Lasst auch den Schnuller weg, falls ihr einen benutzt, und lasst es statt dessen an der Brust nuckeln. Vielleicht möchtet ihr auch eine Stillberaterin in eurer Nähe anrufen und mal zu einer Stillgruppe gehen? Die Stillberaterin kann euch noch viel mehr gute Tipps dazu geben, obwohl es wahrscheinlich nicht oft vorkommt, dass eine Mutter ihre eigene Milch trinkt :-).

Wenn ihr eure Milch trinkt, dann trinkt sie sofort nach dem Stillen/Auffangen, wenn sie noch warm und homogen ist. Wenn sie erst mal abgekühlt ist und sich die Sahne abgesetzt hat, schmeckt sie nicht mehr so gut. Ich weiß nicht, wie sie schmeckt, wenn sie erst gekühlt oder eingefroren und dann erwärmt wurde, das habe ich nicht ausprobiert.

Um das Allergierisiko bei euren Kindern möglichst gering zu halten, stillt sie bitte möglichst lange voll, auch wenn es über ein Jahr hinaus geht. Ersetzt keine Mahlzeit, bietet ihnen keine andere Kost an als Muttermilch, solange sie nicht DEUTLICHST zeigen, dass sie auf jeden Fall auch das essen möchten, was ihr esst. Dann würde ich auch nicht extra was für sie kochen, sondern nehmt sie auf euren Schoß und lasst sie von eurem Teller probieren, was sie möchten. Mein Sohn fängt erst jetzt mit 15 Monaten gaaaaaanz langsam an, ab und zu von meinem Teller was runterzuschlucken. Er zeigt deutlich, dass er auch was haben möchte, wenn ich z. B. einen Apfel oder einen Joghurt esse.

Wenn es nicht klappt, könnt ihr es immer noch mit der Homöopathie probieren, was ich übrigens auch gemacht hätte, wenn ich nicht zufällig dieses Wundermittel entdeckt hätte. Muttermilch ist übrigens auch sehr gut geeignet als Wundheilsalbe bei wundem Po, kleinen Verletzungen (auch bei Erwachsenen und größeren Kindern), als Nasen- und Ohrentropfen, als vorbeugende Medizin (ebenfalls auch bei Erwachsenen und größeren Kindern) gegen Erkältungen und vieles, vieles mehr. Seit ich stille, ist sie für mich eine Art Allheilmittel mit fast schon magischen Kräften geworden.

Wer sich privat mit mir darüber austauschen möchte, kann mir auch an meine private Mailadresse schreiben. Ich hoffe, der Tipp war nicht zu alternativ und wünsche euch allen viel Erfolg mit eurer Muttermilch-Kur.

Liebe Grüße von Margarete mit Linus (11/2005)
geschrieben am 14. April 2005
ergänzt am 21. August 2005