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Ja zu Kinderkrippe (oder Kindergarten je nach Alter)

 

Mal statt einem ersten Zahn, ersten Wort, ersten Schritt ein...

Hurra mein Kind wird autonom! Er geht jetzt in die Kinderkrippe!

Da ich sowohl notwendigerweise als auch gerne berufstätig bin, wird Tobias bereits seit er ca.6 Monate hatte fremdbetreut. Hier in Italien ist das absolut üblich da es hier nicht so lange Erziehungsgeld gibt, für gewöhnlich durch Großmütter, bei uns leider nicht in Reichweite. Ich hatte das große Glück eine ganz liebe Tagesmutter für Tobias zu finden und wir gewöhnten ihn gaaaannz gemächlich an sie. Erst mal kam sie stundenweise zu uns nach Hause, dann ging sie mit ihm spazieren, dann begann sie ihn stundenweise zu sich nach Hause zu nehmen. Anfangs kam sie dann auch noch zu meinen Terminen mit, da er ja noch voll gestillt wurde. Mit 10 Monaten konnte ich ihn dann schon beruhigt für mehrere Stunden bei ihr lassen um meine Baustelle zu betreuen. Für Tobias war es wie ein zweites Zuhause und eine Bereicherung, speziell auch da es dort auch immer wieder ein "Vatermodell" gab. Der Mann war durch Schichtdienst auch immer mal zu Hause, nun wurde er aber in einen anderen Ort versetzt, und sie ziehen dahin um.

Aus diesem Grund habe ich Tobias in der Kinderkrippe angemeldet, hatte jedoch schon vorher gedacht dass ihm das gut tun würde. Die Umgewöhnung war nicht ganz einfach. Erst mal begleitet stundenweise für etwas mehr als 1 Woche. Dann ein paar Tage mit Begeisterung, anschließend jedoch ca.10 Tage Krise wo er tagsüber immer wieder weinend nach mir verlangte. Doch nun haben wir`s überstanden.

Tobias gefällt es jetzt sehr gut, er möchte sogar Samstags wenn zu ist hingehen. Und ich sehe wie er sich positiv entwickelt. Er knüpft Kontakte zu den anderen Kindern, spricht mehr, spielt anders als vorher, wird selbstständiger.

Vielleicht denkt jetzt manche(r) warum ich mich so darüber freue. Ich hab ein Buch hier empfohlen, das die Entwicklung der Persönlichkeit in den ersten drei Lebensjahren erläutert. Im Laufe des dritten Jahres wird sich das Kind so richtig bewusst eine eigene Person zu sein, und diese nicht einfache aber wichtige Loslösung, kann gerade für einen Jungen der vorwiegend von der Mutter aufgezogen wird schwierig sein.

Drum: Ich freu mich das Tobias selbstständig wird. Seine Mutter hat er ja trotzdem im verbleibenden Zeitraum noch voll für sich. Ich bin sicher dass es gut für ihn ist, dass er jetzt in geschütztem Rahmen schon auch andere Erfahrungen machen kann.

LG
Eva Maria